
Nach zwei Jahren Rückgang zeigt der französische Immobilienmarkt laut aktuellem Bericht des Conseil Supérieur du Notariat (Quelle: notaires.fr, Juli 2025) erstmals wieder positive Entwicklungen. Für Käufer, die 2025 eine Immobilie in Frankreich erwerben möchten, bietet diese Übergangsphase interessante Gelegenheiten.
Markterholung: Erste positive Signale seit fast drei Jahren
In den zwölf Monaten bis April 2025 wurden 892.000 Verkäufe im Bereich Bestandsimmobilien registriert – ein Plus von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Das ist die erste positive Jahresentwicklung seit Juni 2022.
Auch die Preise stabilisieren sich: Laut dem Immobilienpreisindex Notaires de France – Insee stiegen die Preise im Jahresvergleich leicht um 0,4 %. Wohnungen verzeichneten ein Plus von 0,7 %, bei Häusern lag der Anstieg bei moderaten 0,3 %.
Was das für Käufer bedeutet
Die Preisentwicklung bleibt verhalten – ein Vorteil für Käufer, die jetzt in Verhandlungen eine stärkere Position haben.
Zinsen sinken – Kreditvergabe bleibt selektiv
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat seit Mitte 2024 die Leitzinsen acht Mal in Folge gesenkt und im Juni 2025 ein Niveau von 2 % erreicht. Auch die Kreditzinsen sind gesunken, was Finanzierungen attraktiver macht.
Französische Banken bleiben jedoch vorsichtig, besonders bei Käufern mit schwächerer Bonität. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen (OAT) liegt stabil bei rund 3,2 %, was den Spielraum für weitere große Zinssenkungen begrenzt.
Regionale Unterschiede
Die Erholung zeigt sich nicht überall gleich:
- Großstädte und Küstenregionen: leichte Preissteigerungen, stabile Nachfrage;
- Ländliche Gebiete und Kleinstädte: stagnierende oder sinkende Preise, geringe Aktivität.
Steueränderungen als kurzfristiger Impuls
Wichtiger Hinweis:
Wichtiger Hinweis: In einigen Gemeinden wird die Grunderwerbsteuer („droits de mutation à titre onéreux / DMTO“) um 0,5 Prozentpunkte erhöht – von 4,5 % auf 5 % des Kaufpreises.
Das Haushaltsgesetz 2025 erlaubt den Départements seit dem 1. April, den Höchstsatz bis zum 30. April 2028 anzuheben. Die Entscheidung liegt bei den Départementräten. Rund 30 Regionen sind bereits seit April 2025 betroffen.
Die Steuererhöhung, die ab Januar 2026 gilt, könnte zu einer verstärkten Nachfrage im Jahr 2025 führen, bevor die höheren Sätze in Kraft treten.
Warum 2025 ein guter Zeitpunkt für den Immobilienkauf in Frankreich ist
Internationale Investoren profitieren von:
- moderaten Einstiegspreisen nach mehreren Jahren Preisrückgang;
- günstigeren Finanzierungskonditionen im Vergleich zu 2023;
- starker Nachfrage in bestimmten Regionen (z. B. Paris, Côte d’Azur).
Wer langfristig plant, kann sowohl Mieteinnahmen als auch mögliche Wertsteigerungen nutzen – vorausgesetzt, Standort und Objekt sind sorgfältig ausgewählt.
Tipps für Käufer in Frankreich 2025
- Standort sorgfältig prüfen, bevorzugt in Regionen mit Wachstumspotenzial;
- Finanzierung frühzeitig sichern, bevor Zinsen wieder steigen.
Fazit
Der französische Immobilienmarkt befindet sich 2025 in einer Phase vorsichtiger Erholung. Käufer profitieren jetzt von stabilen Preisen, sinkenden Zinsen und gezielten Investitionsmöglichkeiten in attraktiven Lagen.
Ob Stadtwohnung in Paris, Ferienhaus an der Côte d’Azur oder Investition in Südfrankreich – ich berate Sie umfassend zu Markt, Finanzierung und französischem Immobilienrecht.
Als deutschsprachige Anwältin in Frankreich begleite ich Sie von der ersten Objektanalyse bis zum notariellen Kaufvertrag.
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